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Ziegenböcke für Wolbeck !

Piraten-Politikerin Birgit Hemecker, Mitglied der Bezirksvertretung Münster-Südost, wundert sich über die zum Teil doch recht gewöhnungsbedürftigen Vorschläge des Grafen von Merfeld zur Namensgebung des Ortszentrums von Wolbeck. Der vorgeschlagene Name „Don-Camillo-Platz“ dürfte allenfalls als Satire über die mehrjährige Bauzeit des kleinen Kreisverkehrs zu verstehen sein, die zweifelsfrei an eine der Provinzpossen aus den doch mittlerweile sehr betagten Filmen erinnert. Auch „Europaplatz“ und zeitgeschichtliche Namensgebung dürfte für den Dorfplatz des über 800 Jahre alten Ortes Wolbeck nicht angemessen sein. Vielmehr sollte entweder der bisherige Name „Marktplatz“ erhalten bleiben, oder nach einem identitätsstiftenden Namen gesucht werden, den jeder mit Wolbeck verbindet. Geeignet wäre hier insbesondere der Bezug zu dem Ziegenbock, der nicht nur namensgebend für den Karnevalsverein und dem alljährlichen Umzug ist, sondern in Wolbeck eine lange Tradition hat. „Über Jahrhunderte galt die Ziege als ‚Kuh des kleinen Mannes‘, sie gehört neben dem Hund und dem Schaf zu den ältesten Haustieren des Menschen“, erläutert die Piratin Hemecker. „In Wolbeck fanden bereits vor 1900 Umzüge von Bauern mit ihren Ziegen durch den Ort statt. Später gab es den in Wolbeck allbekannten „Ziegenbaron“ Alfred von Renesse, der sich um die Ziegenzucht verdient gemacht hat. Ab 1954 gibt es den Karnevalsverein ZiBoMo und ab 1959 dann das Ziegenbocks-Standbild auf dem Marktplatz, welches auch künftig einen Ehrenplatz auf dem Platz haben wird“, begründet Hemecker ihren Vorschlag, den Platz „Ziegenbockplatz“ zu nennen.