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Solider Stadtkämmerer wird dem Politikgeschacher geopfert

Die dunklen Wolken, die die Konjunktur in Deutschland einzutrüben drohen, veranlassen die Piraten, sich Gedanken über die Leitung der städtischen Finanzen zu machen. Die Entscheidung, den Vertrag mit Stadtkämmerer Reinkemeier nicht zu verlängern, löst bei ihnen komplettes Unverständnis aus. „Eigentlich ist es Konsens im Rat, dass wir mit Herrn
Reinkemeier einen außerordentlich fähigen Kämmerer haben“, berichtet Piraten-Ratsherr Johannes Schmanck. „Dieser würde auch noch zwei weitere Jahre in Münster seinen Dienst tun. Warum muss also unbedingt gerade jetzt ein neuer her, wo sich eine Rezession ankündigt?“ ärgert sich Schmanck über die Entscheidung der schwarz-grünen Koalition.

Ein Blick in die Ausschreibung der Stelle scheint die Frage zu beantworten. Der Kämmerer erhält weitere Aufgaben: Rechts- und Ausländeramt sollen hinzukommen um „Ungleichgewichte in den Ämterzuordnungen und Leitungsspannen ausgleichen“, wie es im Stellenprofil heißt. Hier widerspricht Münsters Piratenchef Peter Hemecker energisch: „In der heraufziehenden Krise hat der Kämmerer eigentlich mehr als genug damit zu tun, die mit dem Geld locker umgehende schwarz-grüne Ausgabenpolitik einzudämmen. Und außerdem: woher will man denn passende Bewerber zu einem solchen Stellenprofil – gleichzeitig zuständig für Finanzen, Justiz und Ausländerfragen – herzaubern?“.

Die Piraten mutmaßen, dass es sich hier um eine reine Proforma-Ausschreibung handelt und die Besetzung der Stelle längst ausgemachte Sache ist. „Wäre ja nicht das erste Mal, dass der Rat bei der Besetzung einer Stelle, trotz Vergütung jenseits von Gut und Böse, nicht wirklich eine Wahl zu treffen hat.“ erinnern sich die Piraten.