Die Piratenpartei Münster freut sich, dass die diesjährige „Säkulare Buskampagne“ auf ihrem Weg durch 25 Städte auch in Münster Station macht. Ziel dieser Kampagne verschiedener humanistischer und konfessionsfreier Organisationen ist es, auf die immer noch völlig fehlende Trennung von Staat und Kirche in Deutschland hinzuweisen. So werden nach wie vor zum Beispiel die Bischofsgehälter nicht von der Kirchensteuer, sondern aus dem allgemeinen Steuertopf – also auch von Nicht-Kirchenmitgliedern – gezahlt. Obwohl bereits vor 100 Jahren die Weimarer Verfassung die Ablösung solcher umfangreichen Staatsleistungen verbindlich vorgeschrieben und das Grundgesetz diese Forderung vor 70 Jahren übernommen hat, weigert sich die Politik immer noch, dieses Verfassungsgebot umzusetzen.

„Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr Konfessionslose als Katholiken und Evangelische und das mit steigender Tendenz. Trotzdem genießen Kirchen umfangreiche Privilegien: Neben den genannten Staatsleistungen auch ein eigenes restriktives Arbeitsrecht, einen verbindlichen Religionsunterricht, ein Besteuerungsrecht und viele weitere andere Vergünstigungen“, meint Münsters Piratenchef Peter Hemecker. „Die Kampagne richtet sich dabei ausdrücklich nicht gegen Religionen, sondern sie wirbt für einen weltanschaulich neutralen Staat, womit sie die volle Unterstützung der Piraten genießt“, so Hemecker weiter. Am Samstag, den 11.Mai ab 14.00 Uhr steht der Bus am Prinzipalmarkt und wird von dort eine Stadtrundfahrt machen. Ab 19.00 Uhr spricht Michael Schmidt-Salomon im Fürstenberghaus zum Thema „Abschied von der Kirchenrepublik – 100 Jahre Verfassungsbruch sind genug!“