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ZIB ZAB ZUE!

Die Debatte um die Errichtung einer ZUE in Münster läßt jegliche Orientierung an Fakten vermissen:

Da wäre zum einen das sinnbefreite Nachtreten der CDU in Sachen ZAB:

1. Die ZAB ist nunmal keine „normale“ Behörde
Ihre Aufgabe besteht de fakto darin abschiebewillen Gemeinden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Eine Aufgabe, die nach Beschluss des Rates, nicht zu Münster passt.
Kann man auch einfach mal akzeptieren: Demokratie bedeutet nicht, dass man immer bekommt was man will!

2. Die Behauptung der Betrieb einer ZAB hätte uns die ZUE erspart, entbehrt jeder sachlichen Grundlage.
Die Beschlussvorlage zur ZAB enthält keinen Bezug zu weiteren Planungen in Sachen ZUE oder Anker.
Da die Stadt von den Kosten für den Betrieb einer ZAB zu 100% befreit gewesen wäre, muss man also geradezu davon ausgehen, dass das „Oberzentrum Münster“ auch Standort für eine ZUE oder eine Anker Einrichtung wird.

Aber auch die Ablehnung der aktuellen Vorlage zum Kauf der Kaserne kann nicht richtig sein:

1. Nicht der Rat beschliesst, nein die Regierung hat beschlossen, dass Münster ZUE-Standort wird.

2. „Freundlicherweise“ gestattet uns das Land bei der genauen Verortung mitzureden.
Das muss es gar nicht, wie wir grade beim Thema JVA mitbekommen haben!

3. Wir haben nun also 2 Alternativen: York-Kaserne oder Pulverschuppen.
Man kann eine Entweder-Oder-Frage nicht mit „Nein“ beantworten!

Grundsätzlich lehnen die Piraten die geplante Kasernierung von Flüchtenden aus verschiedenen Gründen ab:
„Dass Kinder hinter Zäunen und Mauern, noch nicht mal mehr beschult werden dürfen, das macht mich schlicht fasslungslos.“ so Johannes Schmanck, der Ratsherr der Piraten in Münster.

Was das Land, nach Meinung des Vorstands der Piraten Münster, brauche, seien nicht ZUEs und ZABs, sondern ZIBs:
„Standort der größten Zentralen Integrationsbehörde des Landes, sowas passt zu Münster!“

Doch unabhängig von all diesen Überlegungen teilen die Piraten Münsters die Auffassung der GGUA Flüchtlingshilfe zum Thema ZUE:
„Besser Münster als Schöppingen oder Ibbenbüren.“