Die Piratenpartei Münster ist über die Einwände der SPD gegen die beschlossene Trägerschaft zweier KiTas an der Hermannschule und am Willingrott verwundert. Hier zahlt der künftige Träger erstmals seit langem wieder den vorgesehenen Trägeranteil von neun Prozent, sodass die Stadt Münster den Träger nicht zusätzlich bezuschussen muss. Gerade kirchliche Betreiber von KiTas zahlen in Münster seit langem deutlich weniger als im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) vorgesehen.

Anstatt sich über das gesetzeskonforme Angebot der neuen Träger zu freuen, meinte die SPD in der Ratssitzung am vergangenen Mittwoch die mittlerweile zur Gewohnheit gewordene zusätzliche Bezuschussung durch die Stadt einzufordern. Nach dem Motto „da muss doch etwas faul sein, wenn ein KiTa-Träger den gesetzlichen Anteil zahlt“, versuchte die SPD die Abstimmung im Rat zu verhindern.

„Die Stadt Münster sollte besser dafür sorgen, dass die gesetzlichen Trägeranteile bei der Neuvergabe von KiTa-Trägern möglichst immer eingehalten werden“, meint Daniel Düngel, Vorsitzender der Piraten Münster und Familienpolitischer Sprecher der Piraten im Landtag. „Skurril dabei ist auch, dass gerade die SPD an dieser Stelle laut wird, die es im Land seit 6 Jahren nicht schafft, die Kitas auskömmlich zu finanzieren.“