Die Piratenpartei Münster kritisiert das Handy- und PokémonGo-Verbot an Schulen.
An den meisten Schulen gibt es keine „PokéStops“ da Niantic, Entwickler von „Ingress“ und „PokémonGo“, klare Regeln bei der Einreichung von Portalen in Ingress hatte, die jetzt die Grundlage für PokéStops und Arenen bilden. Dort hieß es, dass Portale nicht an Schulen eingereicht werden sollen. [1]

Wie sieht es in Münster aus? An einigen Schulen sind PokéStops zwar in der Nähe, aber aus den meisten Klassenzimmern gibt es keine Möglichkeit an PokéStops oder Arenen zu kommen. Aber dennoch: an münsterschen Schulen gilt Handy-Verbot und damit nun auch „PokémonGo“-Verbot.

Daniel Düngel, Vorsitzender der Piratenpartei Münster und jugendpolitischer Sprecher der Piratenfraktion im Landtag NRW meint: „Wir müssen die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen endlich in den Unterricht holen statt sie auszublenden und zu verbieten. Wer bei PokémonGo-SpielerInnen potentielles Suchtverhalten der SchülerInnen sieht, sollte sich nicht für Verbote aussprechen, sondern dafür einsetzen, dass in den Schulen über Risiken solcher Spiele gesprochen wird. Jeder weiß, dass Suchtverhalten nicht durch Verbote verschwindet.“

Die Piratenpartei fordert, dass es kein generelles Handy sowie PokémonGo-Verbot an Schulen gibt. Die bildungspolitische Sprecherin Monika Pieper der Piratenfraktion im Landtag NRW erklärt, wie man gerade PokémonGo sinnvoll in den Unterricht einbinden könnte: „Wie viele Bonbons und Taubsis brauche ich, um aus einem Taubsi ein Tauboga zu entwickeln? Wie setze ich ein Glücksei sinnvoll ein? Das ist sicherlich eine sehr spannende  Mathestunde, bei der die Schülerinnen und Schüler hochmotiviert mitarbeiten. Ich wünsche  mir dazu in der Schule Intuition, Weisheit und Wagemut. Auch das Thema Datenschutz kann man mit diesem Spiel schön exemplarisch beleuchten.“