Die Piratenpartei Münster beglückwünscht die Bürgerinitiative Gremmendorfer Weg zu ihrer erfolgreichen Sammlung von über 2.400 Unterschriften. Trotz aller widrigen Umstände und der Hürden, die der Bürgerinitiative seitens der Verwaltung in den Weg gestellt wurden, hat die BI es geschafft, innerhalb kürzester Zeit am Ende sogar deutlich mehr Unterschriften zu sammeln. Die Betroffenen setzen damit ein deutliches Signal an Politik und Verwaltung, künftig rechtzeitig auf die Bürgerinnen und Bürger zu hören.
Es ist gut, wenn sich Menschen politisch engagieren. Ärgerlich, wenn eine Stadt, die sich Bürgerbeteiligung auf die Fahne geschrieben hat, unnötige Hürden aufbaut“, meint Daniel Düngel, Vorsitzender der Münsteraner Piraten. „Schön, wenn dann trotz aller taktischen Spielchen der Stadt die Initiative am Ende doch erfolgreich ist.
Bleibt zu hoffen, dass Politik und Verwaltung das Signal der Bürgerinnen und Bürger verstanden haben und nun keine weiteren unnötigen Barrieren mehr aufbauen. „Die nun geforderte Bezirksvertretung Münster-Südost sollte sich einen Ruck geben und dem Bürgerbegehren Folge leisten“, sagt Birgit Hemecker Piraten-Bezirksvertreterin in Südost  „Zwei Jahre Kampf in der BV gegen das total überflüssige Zerstören der wunderschönen Baumallee haben sich nun doch noch gelohnt“, stellt Hemecker zufrieden fest.

6 Kommentare zu “Glückwünsche nach Gremmendorf

  1. Holger Richter

    Sehr geehrte Frau Hemecker,

    Sie glauben doch selber nicht, daß es den Aktivisten der Bürgerinitiative Gremmendorfer Weg um die 5 Bäume entlang des Gremmendorfer Weges oder sonstige ökologische Aspekte geht. Nein: […]. Das ist alles. Purer Egoismus. Haben Sie
    beim Ausspruch Ihrer Glückwünsche auch mal an zahlreichen Familien mit Kindern gedacht, die verzweifelt in Münster nach Wohnraum suchen?

    haben Sie bei Ihren Glückwünschen an die auch mal
    daran

    […] Edit der Redaktion: Wir bitten bei den Kommentaren persönliche Angriffe
    gegen Privatpersonen zu unterlassen.

  2. Traven Torsvan

    Na, Herr Richter,
    Ihr Beitrag liest sich ja wie das jüngste Erzeugnis aus einer ziemlich zweifelhaften PR-Abteilung. Hat Ihnen Ihr Chef nicht gesagt, dass der Ausbauplan für den Gremmendorfer Weg auch die Verbesserung der Zuwegungen zum Gremmendorfer Weg vorsieht? Von Illegal kann dann wohl keine Rede sein.
    Auf diese Verbesserungen verzichten die Anwohner offenbar sogar gern, weil Ihnen der Erhalt der Bäume wichtiger ist. Aber Ihnen ist das egal, denn es geht es Ihnen nur um Diffamierungen.
    Ihr Beitrag ist wieder mal ein Beispiel dafür, wie von finanziell (?) interessierter Seite alles nur denkbare unternommen wird, um die Initiative zu diskreditieren. Absurde Kostenschätzungen der Stadt, Leserbriefe, die den Unterzeichnern des Bürgerbegehrens mit Schadensersatzforderungen drohen und nun Ihr Beitrag.Frau Hemecker hat schon recht.

  3. W. Mann

    > Haben Sie […] auch mal an zahlreichen
    > Familien mit Kindern gedacht, die verzweifelt
    > in Münster nach Wohnraum suchen?

    650.000 Euro für einen Schuhkarton können eine junge Familie wirklich verzweifeln lassen. Haben Sie sich mal informiert, Herr Richter? Mein aufrichtiges Beileid an die armen Häuschenkäufer.

  4. Birgit Hemecker

    Sehr geehrter Herr Richter,
    auch bei Ihnen kann man Eigennutz mutmaßen, da sie offensichtlich über – übrigens sachlich und rechtlich falsche – Insiderinformationen meinen zu verfügen, was darauf schließen lässt, dass sie ein erhebliches persönliches Interesse an dem Scheitern des Bürgerbegehrens haben.
    Das Argument, die Bürgerinitiativen würden nur aus Eigennutz handeln, nach dem Motto „nicht vor meiner Haustür“ ist ein billiges Totschlagargument, welches man leider auch bei den Altparteien im Rat immer wieder hört. Diese Politiker machen es sich leider zu einfach, wenn sie meinen, die Wünsche der Bevölkerung mit solchen schlichten Parolen einfach niederzuknüppeln: Über 2.500 abgegebene Unterschriften sind ein eindrucksvolles Zeugnis, dass es eben nicht nur einige Anwohner sind, die diese von der Stadt geplante Barbarei mit der schönen alten Dorfstraße Gremmendorfs nicht hinnehmen wollen. Aus den Reihen einiger mir bekannten Unterschriftensammler konnte ich zudem hören, dass man bei einer längeren Frist problemlos die doppelte Anzahl zusammenbekommen hätte. Gleichzeitig versicherte man mir, dass die Anzahl der Unterschriftenverweigerer verschwindend gering war. Und bei diesen ganz wenigen war es fast ausschließlich Ängstlichkeit („Ich unterschreibe nichts“), die zum Nicht-Unterschreiben führte.
    Wenn Sie sich mit dem Inhalt des Bürgerbegehrens befasst hätten, wüssten Sie zudem, dass es darin nicht um das Baugebiet geht, sondern um die schöne alte Alleestraße und um den Erhalt der Bäume und der Wallhecke.
    Birgit Hemecker

  5. Wolfgang Sposny

    Das Entscheidende an dem Erfolg des Bürgerbegehrens geht weit über Gremmendorf hinaus. Zum ersten Mal hat eine Bürgerinitiative sich erfolgreich gegen eine Phalanx von Politik, Verwaltung und leider auch Justiz gewehrt. Allein die ‚Mätzchen‘, die die Stadt Münster im Vorfeld dieser Unterschriftensammlung gemacht hat, um diese zu erschweren oder zu diskreditieren, sind symptomatisch.
    Alle bei den Bürgern umstrittenen Vorhaben wurden in der Vergangenheit kompromisslos durchgepaukt. Man denke nur an den über 30-jährigen – letztendlich erfolglosen – Kampf der
    BI Mauritz für einen menschenwürdigen Lärmschutz beim Bau der B51 (Umgehungsstraße). Viele weitere Beispiele ließen sich nennen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Politiker in den Bezirksvertretungen und im Rathaus künftig mehr und vor allem rechtzeitig um die Wünsche und Sorgen kümmern, sonst dürfte dieses Bürgerbegehren erst der Anfang einer langen Reihe von Bürgerbegehren und –entscheiden werden.

  6. Holger Richter

    Sehr geehrte Frau Hemecker,

    bitte bleiben Sie bei den Tatsachen: Es handelt sich um eine öffentliche Straße, die genutzt werden soll.

    Die Initiatoren der Bürgerbehrens haben ihre Grundstücke von der Nordseite und damit von dieser Straßenseite erschlossen. Genauer ausgedrückt: Sie haben ihre Zufahrten vom Gremmendorfer Weg
    gebaut, obwohl der rechtskräftig und gültige Bebaungsplan die Erschließung vom Böddinghegeweg
    für alle diese genannten Grundstücke vorsieht.

    Die Initiatoren wollen einfach diese Zufahrten weiterhin möglichst ungestört nutzen. Nur darum geht es
    ihnen. Lt. Gutachten werden lediglich 5 Bäume gefällt. Die übrigen Bäume sind bereits jetzt aufgrund des schrägen Wuchses an der Wallhecke sturz gefährdet – unabhängig davon, ob die Straße ausgebaut werden soll oder nicht. Ich empfehle in diesem Zusammenhang eine genaue Durchsicht des Baumgutachtens.

    Bürgerbehren sind aus gutem Grund gegen Bebauungspläne rechtlich nicht zugelassen. Ein Begehren gegen den Ausbau der Straße hat in diesem Fall doch nur das Ziel, das gesamte Baugebiet noch zu verhindern. Das ist doch offensichtlich.

    An Herrn Mann habe ich noch eine Botschaft: Nicht alle Häuser sollen 560.000,00 € kosten. Die DHH-Hälften sind deutlich günstiger und die Reihenhäuser werden sogar noch öffentlichen Kriterien mit bevorzugten Preisen vergeben. Selbst wenn die teuersten Haus 800.000,00 € kosten würden, so hat es bei gesamter Betrachtung nach marktwirtschaftlichen Regeln dennoch einen Vorteil auch für die Familie mit wenig Geld. Denn dafür entschärft sich an einem anderen Ort in Münster das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.

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