Die CDU in Münster wirft dem neuen Verein von Ex-Polizeipräsident Wimber vor, die negativen Folgen von Cannabiskonsum durch Jugendliche auszublenden. LEAP (Law Enforcement Against Prohibition)[1] ist eine Vereinigung von Polizisten, Richtern und Staatsanwälten, die sich für einen neuen Ansatz in der Drogenpolitik einsetzt.

Die Piratenpartei Münster hat sich das Manifest des Vereins durchgelesen. Laut LEAP sollte ein Ziel der Drogenpolitik sein, Kinder vor Schaden zu bewahren und besseren Jugendschutz zu gewährleisten.

Für die Piraten ist klar, dass wirksamer Jugendschutz nur gewährleistet werden kann, wenn legales Cannabis unter den Augen des Gesetzes abgegeben wird:

„Auf dem Schwarzmarkt ist Jugendschutz ein Fremdwort, deswegen sind wir uns nicht sicher, ob man bei der CDU das Konzept der Legalisierung richtig verstanden hat. Unsere älteren Mitglieder erzählen oft, dass man früher auch als Kind Schnaps und Zigaretten im Laden kaufen konnte, weil der Jugendschutz im Handel nicht ernstgenommen wurde. Heute braucht man sogar am Zigarettenautomaten einen Altersnachweis. Wahrscheinlich ist das bei der CDU einfach noch nicht angekommen“, so Niels Münck vom Vorstand der Piratenpartei.

Die Piraten Münster sind nicht der Meinung, dass LEAP die Folgen von Cannabiskonsum für Jugendliche ausblendet. Vielmehr scheint die CDU die positiven Folgen der Legalisierung für den Jugendschutz auszublenden.

Das Titelbild ist von Bryan Costin und steht unter der CC BY-NC-SA Lizenz