Fraktion Piraten/ÖDP Presse

Was den streikbetroffenen Eltern und Kindern wirklich helfen würde…

Die Ratsgruppe Piraten/ÖDP zur Kompensation für streikbetroffene Eltern:
„Was den streikbetroffenen Eltern und Kindern wirklich helfen würde…“

Johannes Schmanck
Johannes Schmanck
Was als barmherziger Akt der CDU begonnen hat verzerrt sich nun in einem absurden Wettstreit um das beste Verfahren die vermeintlich eingesparten Gelder wieder unters Volk zu bringen.

„Gemein haben die Vorschläge lediglich, dass sie gut gemeint sind. Aber wie so oft ist gut gemeint das Gegenteil von gut.“ findet Johannes Schmanck, Sprecher der Ratsgruppe Piraten/ÖDP und erläutert:

„Weder ist die Höhe der Beiträge ein Maß für den Schaden den vom Streik betroffene Kinder und Eltern tragen müssen, noch steht der Aufwand für ein gerechtes Verfahren in einem sinnvollen Verhältnis zur Höhe der ggf. zu erstattenden Beiträge.“

Der Antrag der SPD, die eingesparten Summen den Kitas selbst zur Verfügung zu stellen, scheint diesen Gordischen Knoten zu lösen.
Doch was hat das am Ende noch mit Gerechtigkeit zu tun?

Eltern, welche trotz unbezahltem Urlaub bei ihrem AG in Ungnade fallen, erhalten genauso wenig eine Kompensation wie jene, welche tatsächlich zusätzliche Kosten für Tagesmutter/Sitter zu tragen haben.

Auch ein Notgruppenplatzes ist mit hohem zusätzlichem Aufwand für die Eltern verbunden.

Unbestritten ist dagegen bei allen Parteien:
Der zu erwartende Abschluss der Verhandlungen wird den Haushalt um ein vielfaches mehr belasten, als aktuell unterm Strich eingespart wird.

Laut Verwaltung sprechen wir hier von einer Mehrbelastung von jährlich 5Mio Euro, wolle man die Forderungen nach einer 10%igen Lohnerhöhung erfüllen.

Die Ratsgruppe Piraten/ÖDP befürwortet grundsätzlich eine möglichst unbürokratische Erstattung von Beiträgen, rät jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Ruhe zu bewahren und das Ergebnis der Verhandlungen abzuwarten.

Am besten bis nach der Wahl des neuen Oberbürgermeisters.

Statt den Vorschlag der CDU in Rekordzeit zu einer Beschlussvorlage verarbeiten zu lassen, erwarten wir von dem aktuellen OB, dass er seinen Beitrag zum schnellen Abschluss der Verhandlungen leistet.

Denn das würde laut Schmanck „den betroffenen Eltern und Kindern wirklich helfen“.