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Oberlandesgericht / zum Ausbau der B51/Umgehungsstraße

chriszwolle @flickr.com

Die Piraten Münster bedauern das Urteil des OVGs (Oberverwaltungsgerichts), den Ausbau der B51 (Umgehungsstraße) in der bisher geplanten Form zuzulassen. Dabei wenden sich die Piraten nicht gegen den Ausbau an sich. Aber die jetzt freigegebene Planung mit bis zu 7 m hohen Schallschutzwänden ist ein optisches Desaster für die dort wohnenden Menschen. Der Belästigung durch Lärm, Abgase, Feinstaub und Erschütterungen bei zu erwartenden 50.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag – darunter ein hoher Anteil LKWs – wird in den Planungen in keiner Weise angemessen Rechnung getragen.

Ein Tieferlegen der Straße mit Deckelung hätte diese Problematik gelöst und zudem den Vorteil, dass die bisher getrennten Bereiche von Mauritz-Ost wieder vereint wären und großzügig bebaut und begrünt werden könnten.

Es ist mehr als enttäuschend, dass Politik, Verwaltung und Rechtsprechung an Entscheidungen festhalten, die falsch waren, die überholt sind, die von Gutachten widerlegt wurden und die auf den erbitterten Widerstand der nahezu kompletten Bevölkerung des betroffenen Ortsteils treffen. Vielmehr wäre es wünschenswert gewesen, dass angesichts dieses Verfahrens die großen Parteien die Courage gehabt hätten, die bisherige Planung zurückzunehmen und die Thematik neu zu überdenken, anstatt anschließend auch noch zynische Kommentare zu veröffentlichen.

Die Piraten Münster werden die Anwohner von St. Mauritz weiter unterstützen und würden die Einleitung eines Bürgerentscheids begrüßen.