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Piraten begrüßen Stärkung der Rechte homosexueller Asylbewerber durch den EuGH

Heiko Philippski
Heiko Philippski

In einer Zeit, in der Integration aller Lebensweisen eigentlich selbstverständlich sein sollte und eine Akzeptanz auch von sexueller Individualität kein Problem mehr sein sollte, müssen wir erleben, dass immer mehr Länder zu einer diskriminierenden Rechtsprechung zurückkehren. Man denke nur an Russland oder einige afrikanische Staaten. Um so mehr freuen wir uns darüber, dass in Europa nun ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung getan wurde.

Es wurde Zeit, dass der Europäische Gerichtshof die Rechte homosexueller Flüchtlinge stärkt und klare Regeln für die Befragung der Hilfesuchenden aufstellt„, so Heiko Philippski, Mitglied im Ausschuss für Gleichstellung der Stadt Münster. Homosexuelle Asylsuchende wurden in der Vergangenheit von deutschen Behörden des Öfteren mit Fragen konfrontiert wie zum Beispiel „Seit wann sind Sie homosexuell?“ oder „Wer ist in Ihrer Beziehung die Frau oder der Mann?“. „Mit derartigen Fragen zeigen deutsche Sachbearbeiter ihr Halbwissen oder klischeehaftes Denken.„, so Heiko Philippski.

Um solchen und ähnlichen Entgleisungen in laufenden Verfahren mit LSGBTTIQ*-Antragstellern vorzubeugen, hat der Europäische Gerichtshof nun klare Regeln zum Asylverfahren verfügt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Behörden ihre Mitarbeiter besser schulen und dass so das Asylverfahren für diese Menschen mit Würde durchlaufen werden kann.

*LSBTTIQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und nicht heteronormative Menschen.

Weiterführende Informationen
  1. Urteil beim EuGH