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Ausbau der B51 überdenken und Lebensqualität schützen

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Die Piratenpartei hat am vergangenen Donnerstag in der Bezirksvertretung Ost eine Anregung eingereicht, nach der beim geplanten Ausbau der Umgehungsstraße B51 auf die berechtigten Belange der Bürger in Mauritz-Ost Rücksicht genommen werden sollte. Diese wurde trotz Einwänden von Anwohnern mehrheitlich abgelehnt.

In der Anregung wurde gefordert, dass Rat und Verwaltung der Stadt Münster die bisher vom Landesbetrieb Straßenbau NRW angedachte Lärmschutzlösung in Form einer Trogbauweise mit Überwurfschutz kritisiert und eine Alternativlösung durch eine Absenkung der Fahrbahn mit zusätzlicher begrünter Deckelung einfordern soll. Dabei wurde vorgeschlagen, dass der Rat bei den zuständigen Behörden und parlamentarischen Gremien in Bund und Land Einfluss zugunsten einer entsprechenden Planungsänderung geltend macht, sodass auch Angebote mit abgesenkter Deckelung bei Ausschreibungen eingeholt werden können und der Rat Möglichkeiten einer Finanzierung erörtern kann.

Wegen der unsicheren Rechtslage im Zusammenhang mit vier anhängigen Klagen sollten auch weitere Baumaßnahmen gestoppt oder kompatibel zu der Idee der abgesenkten Bauweise mit Deckelung gemacht werden.

Trotz der Anwesenheit zahlreicher Mitglieder der Bürgerinitiative Mauritz Ost und eines eindringlichen Appells des Piratenvertreters Peter Hemecker, konnten sich CDU, SPD und FDP nicht durchringen, der Anregung an den Rat zuzustimmen. Neben den Piraten stimmten noch die Grünen und die UWG für die Anregung.

 

Peter Hemecker
Peter Hemecker

„Eine autobahnähnliche Straße mit sieben Meter hohen Schallschutzmauern längs durch einen Stadtteil zu ziehen ist aus städteplanerischer Sicht eine Katastrophe. Ohne eine Absenkung der Fahrbahn und eine Deckelung werden auf Generationen Gestaltungsspielräume verbaut. Der Mindestkonsens sollte sein, die Straße bereits jetzt so tief zu legen, dass eine spätere, zumindest abschnittweise Deckelung möglich wird. Dies würde das Kostenargument auch hinfällig machen, da nur mehr Abraum und Entwässerung anfallen würde. Andernorts, z. B. im Ruhrgebiet, werden solche Maßnahmen trotz noch viel klammerer Kassen längst durchgeführt“, meint Peter Hemecker, Mitglied in der Bezirksvertretung Ost für die Piraten.