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Piraten zur Hebammen Politik der Stadt Münster

Fast unbemerkt von Politik und Öffentlichkeit verschwand 2013 Münsters einziges Geburtshaus von der Bildfläche.

Der 1999 von Hebammen, Eltern und einigen Förderern gegründete Verein betrieb das Haus in Wolbeck 13 Jahre lang erfolgreich, durch die steigenden Versicherungsprämien für Hebammen jedoch immer am Rande der Wirtschaftlichkeit. Trotz seiner wichtigen Funktion und kulturellen Bereicherung Münsters erfuhr der Verein dabei keinerlei öffentliche Förderung.

Für die Piraten in Münster ein Unding: Etliche Vereine erhalten Gelder von der Stadt und ausgerechnet eine Institution wie diese nicht? Geburtshäuser sind wichtige, bewährte Unterstützungsangebote für Mütter und Neugeborene. Sebastian Kroos, Vorsitzender der Piraten Münster, fordert:
„Der eingetragene Verein und seine Mitglieder existieren noch, die Stadt sollte mit den Verantwortlichen Gespräche aufnehmen. Ein nach Möglichkeit zentral gelegenes Geburtshaus wäre ein Aushängeschild für Münster, das wir gern wieder einrichten würden.“

„Wer die Arbeit der Hebammen aus dem Geburtshaus Münsters einmal erlebt habt, stellt den Sinn dieser Einrichtung nicht mehr in Frage.“ meint Johannes Schmanck und spricht dabei aus persönlicher Erfahrung.

1 Kommentar zu “Piraten zur Hebammen Politik der Stadt Münster

  1. Anonymous

    Endlich eine Partei, die sich zu dieser unhaltbaren Situation der Hebammen und dem Recht auf freie Wahl des Geburtsortes – der in einer Stadt wie Münster leider nicht mehr gegeben ist – äußert. Über das Geburtshaus habe ich bisher nur positive Stimmen vernommen und es ist traurig, das die Option dort in ruhiger Atmosphäre zu gebären nicht mehr besteht. Und wenn sich nicht bald etwas ändert, dann wird ab Juli 2015 auch die Hausgeburt unter der Betreuung einer Hebamme wegfallen. Dann „dürfen“ alle Frauen brav in die Klinik um dort entbunden zu werden. Für mich hört sich das alles stark nach Lobby an. Was erleben wir dann dort im Krankenhaus? Mehr Geburten bei gleichbleibender oder sinkender Zahl von Hebammen. Alles muss heutzutage nach ökonomischen Gesichtspunkten optimiert werden. Dass eine 1:1 Betreuung durch eine Hebamme die sicherste Art der Geburt ist wird hier leider immer mehr vergessen. Ich kann Ihre Forderung nach einem Geburthaus in Münster voll unterstützen und bitte auch um Druck auf Gesundheitsminister Gröhe, damit eine Lösung für die Gesammte Hebammenproblematik endlich angegangen wird. Es wird allerhöchste Zeit!

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