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Landesregierung muss Erlass zu Grafik-Taschenrechnern ändern!

Die Piraten Münster haben mit ihrer Kritik an dem geplanten Pflichtkauf von grafikfähigen Taschenrechnern den richtigen Nerv getroffen. Die Piratenfraktion hat im Landtag NRW die Problematik der finanziellen Belastung der Eltern und die Unsinnigkeit der Einführung zur Sprache gebracht.

Zur heutigen Anhörung im Ausschuss für Schule und Weiterbildung zum Antrag der Piratenfraktion „Offene Softwarelösungen für den Mathematikunterricht als Alternative zu
Edeltaschenrechnern prüfen und erproben“ sagt Monika Pieper, Sprecherin im
Ausschuss für Schule und Weiterbildung:

„Das Expertengespräch hat die Unsinnigkeit der Einführung von grafikfähigen
Taschenrechnern bestätigt. Wir fordern die Landesregierung auf, den Erlass
unverzüglich zu überarbeiten und auch andere Lösungsmöglichkeiten, wie Tablets oder
Laptops, zuzulassen. Die Einführung veralteter Technologie ist absoluter Unfug.
Um den Schulen auch zeitlich die Möglichkeit zu geben, sich für alternative Wege zu
entscheiden, muss außerdem die verbindliche Einführung der grafikfähigen
Taschenrechnern um ein halbes Jahr verschoben werden.“

Ratsmitglied Pascal Powroznik wiederholt seine Kritik:

„Der Taschenrechner-Zwang belastet die Eltern mit hohen Kosten. Die Schulen sollten wenigstens selbst entscheiden können, ob sie Klassensätze anschaffen oder alternative Technik genutzt werden kann. Eine eine derartige Anschaffung ist für die nur drei Jahre in der Oberstufe nicht sinnvoll. Die Technik der Taschenrechner ist nicht zukunftsorientiert und der pädagogischen Wert der eines grafikfähigen Taschenechner ist zweifelhaft.“

Die Piraten Münster unterstützen alle Lehrer und Eltern, die sich der Taschenrechner-Pflicht verweigern. Die Piraten fordern die Landesregierung auf, umgehend mit Planungen zum Ausstieg aus der Brückentechnologie Taschenrechner im Schulunterricht zu beginnen.