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Nahverkehrsplan: Nur wenige Verbesserungen für Bezirk West

Die PIRATEN Münster halten die Verbesserung der Nachtbus-Anbindung des westlichen Stadtteils Roxel für eine gute Idee, üben aber auch Kritik am jetzt vorliegenden Entwurf für den 3. Nahverkehrsplan der Stadt Münster.

Roxel soll künftig abends und nachts nicht mehr durch die N80 angefahren werden, die eine große Schleife durchs Gievenbecker Auenviertel dreht, sondern kürzer und direkter durch die verlängerte N83. Diese führt aus der Innenstadt über die Mecklenbecker Straße nach Westen. „Darüber hinaus bringt der neue Nahverkehrsplan leider nur wenige Verbesserungen für den Bezirk West“, bedauert Ulrich Klose, Listenkandidat der PIRATEN für die Bezirksvertretung West: „Vor allem die Verbindungen zwischen den Ortsteilen bleiben schlecht. Die Planer haben sich offenbar nicht an eine vermeintlich zu teure äußere Ringlinie herangetraut. Vielleicht ließe sich ein solches Angebot auf Kleinbus-Basis realisieren.“

Hinter seinem eigenen Anspruch bleibt der Plan bei der Erschließung der Gewerbegebiete zurück, stellt der Roxeler PIRATEN-Kandidat außerdem fest: „Gerade erst wurde berichtet, dass die meisten Münsteranerinnen und Münsteraner innerhalb der Stadtgrenzen arbeiten. Leider ist es nur schwer möglich, per Stadtbus aus den westlichen Stadtteilen in die anderen Münsterschen Gewerbegebiete zu gelangen. Die nur stündliche Anbindung des Gewerbegebietes Nottulner Landweg über die Schnecken-Linie 10 ist eine Katastrophe. Gerade wegen der Eröffnung des Bahn-Haltepunktes Roxel hätte es sich angeboten, auch die Linie 1 durch das Gewerbegebiet zu führen.“

PIRATEN-Ratsherr Pascal Powroznik, Spitzenkandidat seiner Partei für die Kommunalwahl am 25. Mai, glaubt, dass der ÖPNV eines der wichtigsten Zukunftsthemen für die Stadt sein wird: „Wir müssen den Nahverkehrsplan gründlich und kritisch diskutieren. Damit stellen wir ganz wichtige Weichen für Münsters Zukunft. In unserem Wahlprogramm setzen wir uns für die kontinuierliche, bedarfsgerechte Weiterentwicklung eines engmaschigen ÖPNV-Netzes ein. Langfristig wollen wir das Modell des fahrscheinlosen Öffentlichen Personennahverkehrs erreichen.“