Ratsarbeit

Transparenz beim Stadtfest

Die Piraten Münster plädieren dafür, soweit rechtlich möglich, alle Informationen und Verfahren zum Stadtfest zu veröffentlichen. Sie kritisieren auch, dass Einigungen und Absprachen über Bord geworfen wurden, beispielsweise durch die Veröffentlichung von Informationen über die Presse, ohne den interfraktionellen Arbeitskreis einzubinden.

Die Piratenpartei stand damals grundsätzlich hinter dem Vorhaben, per Ausschreibung ein zentrales Stadtfest auf die Beine zu stellen. Rechtliche Probleme, finanzielle Herausforderungen und das intransparente Verfahren sprechen für die Piraten gegen ein zentrales Stadtfest im Jahr 2014.
Die Piraten Münster betonen, dass sich ihre Kritik nicht gegen einzelne Gastronomen oder gar gegen ein Stadtfest allgemein richtet.

Pascal Powroznik, Ratsmitglied der Piratenpartei Münster und Mitglied im Arbeitskreis Stadtfest:
„Die gesamte Politik stand hinter der Entscheidung, dass die Ausschreibung im Jahr 2013 nicht erfolgreich war. Die insgesamt unzureichende Erfüllung der Kriterien und die weit auseinandergehenden Finanzpläne der Bewerber waren ausschlaggebend. Die Politik und die Verwaltung hat unter Umständen auch zum Misserfolg beigetragen, da etwas ‚münsterspezifisches‘ verlangt wurde ohne es zu konkretisieren. Eventuell sind die bisherigen Vorstellungen einer politischen Mehrheit ohne städtische finanzielle Beteiligung schwer umsetzbar. Wenn man schon ein zentrales Stadfest veranstaltet, dann sollte es eher einen bürgerlichen Charakter haben. Wir wollen keine Aneinanderreihung von Gastroständen und keinen Fokus auf einen ‚internationalen Top-Act‘ setzen. Als positives Beispiel für mich ist der Bördetag in Soest. Tenor aus dem Arbeitskreis war auch, dass ein aufgrund des umfangreichen und dezentralen Veranstaltungsangebots ein zentrales Stadtfest gar nicht unbedingt nötig sei. Es herrschte auch Einigkeit, dass erst der neue Rat nach der Kommunalwahl bei Bedarf einen neuen Anlauf unternehmen würde. Unerwartet trug die Verwaltung das Interesse einer Gruppe um Marvin Lindenberg vor. Seitdem verteilt eine Mehrheit von Politikern Vorschusslorbeeren ohne das Konzept zu kennen. Auch mit der Kenntnis von rechtlichen Problemen und wettbewerblichen Fragen soll auf Biegen und Brechen ein kommerzielles Stadtfest 2014 durchgesetzt werden.“

„Das Verfahren muss öffentlich geführt werden, die Münsteraner sollen entscheiden. Der Arbeitskreis hat es versäumt sich dem Vorschlag unseres Ratsmitgliedes anzunehmen und zügig die geforderten Kriterien an die potentiellen Veranstalter zu überarbeiten“, pflichtet der Kreisvorsitzende Sebastian Kroos bei.