Der Änderungsantrag von den Piraten Münster zum kostenlosen WLAN fand im Werkausschuss der citeq eine Mehrheit. Die Piratenpartei beabsichtigt nicht nur in der münsterschen Innenstadt, sondern auch in „schlecht erschlossenen Randgebieten (soziale Brennpunkte)“ die Infrakstruktur für einen freien Internetzugang zu fördern. Die Piraten legen Wert darauf, dass die Freifunk-Initiative, lokale Vereine und Unternehmen in das Netzwerk eingebunden werden
CDU und SPD haben im letzten Jahr zeitgleich Äntrage zum städtischen WLAN eingereicht und sich angesichts der kommenden Kommunalwahl gestritten, wer zuerst das Thema eingebracht hatte. Da die Piraten noch keinen Fraktionsstatus haben, konnten sie bisher keinen Antrag zu diesem Kernthema einreichen. Im Werkausschuss der citeq sitzen zwei Piraten, die jetzt die Gelegenheit genutzt haben, das Thema „Freie Netze“ aus ihrem Kommunalwahlprogramm „Wissensraum Münster“ umzusetzen.

Kreisvorstandsmitglied Heiko Philippski:
„Die Piraten fördern freie Funknetze und den Aufbau einer Netzwerk-Allmende. Wir engagieren uns gegen eine digitale Spaltung. Hierzu müssen soziale Ungleichheiten beseitigt werden, um eine gesellschaftliche und politische Partizipation aller Bürger zu ermöglichen. Es geht nur nachrangig darum, ob man auf dem Promenadenring einen WLAN-Zugang hat. Die vielen kleinen WLANs sollen zusammengeschaltet werden. Zwar macht auch die Mobilfunktechnologie Fortschritte, allerdings angesichts von Funklöchern sowie gedrosselten und volumenabhängigen Handytarifen, wird auch mittelfristig nur die WLAN-Technologie einen stabilen niedrigschwelligen Internetzugang ermöglichen.“