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Gefahr der kalten Inklusion – Bedürfnisse beachten und Wahlfreiheit erhalten

Ratsmitglied Pascal Powroznik äußert sich zur Umstrukturierung des Förderschulangebotes ‚Lernen‘ und greift dabei auch auf seine Erfahrungen als Integrationshelfer in genau diesem Förderbereich an Regel- und Förderschulen zurück:

„Die Piraten begrüßen es, dass ein Förderschulangebot ‚Lernen‘ und damit ein Wahlrecht erhalten bleibt. Aufgrund der restriktiven Landesvorgaben bei der Mindestgröße kommt die Stadt leider an Schulschließungen nicht vorbei. Wir sind froh, dass die betroffenen Schulen einstimmig hinter der anstehenden Fusion stehen. Wir betonen aber auch wie wichtig uns der Erhalt der Schulstandorte ist. Die Rot-Grüne-Landesregierung läuft Gefahr eine schädliche ‚kalte Inklusion‘ voranzutreiben. Anstatt alternative Angebote zu fördern und die betroffenen Familien einzubeziehen sowie Selbstbestimmmung zu fördern, sollen Förderschulen zwanghaft abgeschaften werden, ohne dabei die individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Wir Piraten wollen Inklusion in allen Bereichen lieber schon gestern als erst morgen umgesetzt sehen, aber eine ‚Inklusion mit der Brechstange‘ wird niemanden gerecht werden. Der absolute Hohn ist dabei, dass die Landesregierung die Kommunen bei der Finanzierung der notwendigen Investitionen im Regen stehen lassen will. Anstatt Förderschulen mit einem Kahlschlag abzuschaffen, schlage ich dann lieber vor, dass Förderschulen zu Regelschulen ausgebaut werden.“