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Fracking: EU-Kommission gegen Transparenz und Bürgerbeteiligung

Die Piraten Münster sind erzürnt, dass sich die Europäische Kommission gegen eine gewählte Mehrheit des Europäischen Parlaments und gegen die Interessen des Münsterlandes stellt. Die Piratenpartei fordert nicht nur strengere Gesetze für die umstrittene Gasförderung, sondern möchte Fracking und den Einsatz von umwelttoxischen Substanzen zur Gasförderung generell verbieten.

Hanns-Jörg Rohwedder, NRW-Landtagsabgeordneter der Piratenfraktion:
„Die Förderung unkonventioneller Gasvorkommen muss verboten werden. Es handelt sich um eine Hochrisikotechnologie, deren Folgen nicht kontrollierbar, nicht rückholbar, nicht reparierbar sind. Alle bisher erprobten Techniken sind zu risikoreich für Menschen, Umwelt und Ressourcen. Bei Unfällen gibt es keine Gegenmaßnahmen, die angewendet werden können.“

Pascal Powroznik, Ratsmitglied der Piratenpartei Münster:
„Eigentlich sind wir ja sonst immer für ‚Unkonventionell‘ zu begeistern, bei Gasförderungstechnologie sind wir aber eher konservativ orientiert, weil wir ansonsten unsere Umwelt gefährden. Wir protestieren auch im Münsterland gemeinsam mit Bürgern und Umweltverbänden gegen Fracking. Wir werden die Gefährdung unserer Umwelt durch Wirtschaftslobbyisten nicht einfach hinnehmen.“

Heiko Philippski, Listenkandidat zur Kommunalwahl 2014:
„Wir fordern ein generelles Verbot ein, aber haben auch Mindestforderungen an den Gesetzgeber:
1. Länder und Kommunen sollen selbst entscheiden dürfen ob vor Ort Fracking angewendet wird und sie sollen Veto-Recht erhalten.
2. Alle für Fracking freigegeben Gebiete sollen öffentlich gemacht werden. Die Bürger sollen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden.
3. Es sollen die Bohr-Zahlungen für Fracking durch die Unternehmen an die Kommune beziehungsweise ans Land offengelegt werden.“