Für die Piraten in Münster steht, wie für den Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), außer Frage, dass die Zukunft elektrischen Antrieben gehört und beobachten diese und verwandte Technologien mit großem Interesse. Zwar sind die aktuell erhältlichen Gefährte sicherlich noch nicht der Weisheit letzter Schluss, dennoch erfüllen sie bereits heute einen der wichtigsten Aspekte: „Zero Emission“.

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Autoabgase gelten laut WHO als stark gesundheitsgefährdend und lebensverkürzend – vergleichbar mit passivrauchen. Eine Tatsache die in der Kalkulation des Kosten/Nutzen-Verhältnisses von Elektromobilität gern vernachlässigt wird. Besonders belastet sind Innenstädte und dort Fussgänger, Radfahrer und vorne an, technisch bedingt durch geringe Körpergröße, unsere Kinder.

Umweltzonen, verschärfte Abgasnormen und Ökosteuern haben die Situation nur unwesentlich verbessert und das obwohl diese Maßnahmen tagtäglich enorme Kosten verursachen. Hätte man diese Mittel in Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität investiert, wären wir heute sicherlich einige große Schritte weiter.

Das Henne-Ei Problem muss vom Tisch: Es darf nicht sein, dass mangels Bedarf keine Infrastruktur entsteht und der Mangel an Infrastruktur die potentiellen Käufer eines Elektromobils von diesem Schritt abhält!

Regierung und Industrie überwerfen sich seit einigen Jahren mit Willensbekundungen hin zum elektrisch getriebenen Fahrzeug, wir wollen sie beim Wort nehmen und fordern daher Rat und Verwaltung auf, die Herausforderung zu akzeptieren und der Zukunft der Mobilität den roten Teppich auszurollen!

Wir bitten die Verwaltung folgende Maßnahmen möglich zu machen:

Es gelte für alle Besitzer von Elektrofahrzeugen aller Art und jene die es werden wollen,

  • kostenloses Parken im Stadtgebiet
  • Reservierung von Parkplätzen in der Innenstadt
  • die Erlaubnis zur Nutzung der Busspur, analog der Taxen

Unsere Stadtwerke haben die ersten Schritte bereits getan und sind auf dem richtigen Weg, nun gilt es die Ziele konsequent weiter zu verfolgen:

  • Ausbau der elektrisch getriebenen Fahrzeugflotte
  • Ausweitung des Netzes von Ladestationen im Stadtgebiet

Die Realisierung der Konzepts „Laternentankstelle“ als günstige Variante des Ladeterminals ist in Angriff zu nehmen, da ein großer Teil der Bevölkerung nicht über eine Garage mit Stromversorgung verfügt.

Grade als große attraktive Universitätsstadt sollte der Nachzügler nicht die Rolle Münsters sein.

Weiterführende Links:

Bund: http://www.emobilserver.de/e-mobil-foerderung/foerderung-des-bundes/regierungsprogramm-elektromobilitaet.html
Stadtwerke MS: https://www.stadtwerke-muenster.de/fileadmin/stwms/strom/produkte/dokumente/SWMS_Flyer_E-Mobilitaet_08_2011.pdf (pdf)
VKU: http://www.vku.de/service-navigation/presse/pressemitteilungen/liste-pressemitteilung/pressemitteilung-3611.html
Laternentankstelle: https://ubitricity.com/de/presse/pressespiegel/
BMBF: http://www.bmbf.de/de/14706.php