Unter dem Vorzeichen der Kommunalwahl haben sich die Ampelparteien entschieden, den Haushalt ohne Einbezug der anderen Ratsparteien durchzubringen. Pirat Powroznik hatte das Gespräch mit allen Parteien gesucht. Als einziger hat der scheidene Grünen-Fraktionsvorsitzende den Anstand besessen, die Haushaltsentscheidung nachvollziehbar darzustellen, wohingegen die FDP aufgrund der numerischen Mehrheit sich gar nicht erst beim Ratsmitglied Powroznik zurückgemeldet hat. Der Pirat hatte sich einmal mit Jung (SPD) getroffen. Powroznik hat sich insbesondere für den sozialen und ökologischen Wohnungsbau, die Arbeits- und Sozialhilfe sowie für die Stärkung der Stadtbücherei eingesetzt. Die Piratenpartei wartet bis heute vergeblich auf den Rückruf.
„Der Ampelhaushalt ist von Kompromissen und insgesamt leider nicht von nachhaltigem Konsens geprägt. Vor der Kommunalwahl hat sich die Notkoalition nicht getraut Aufgabenkritik fortzuführen und richtungsweisende Entscheidungen zu treffen“, bedauert Powroznik die Situation.
Dennoch freut sich Pirat Powroznik über einzelne Punkte, zum Beispiel über die Unterstützung des Schlauberger-Projektes zur Förderung von Schulkindern mit Flucht- und Migrationshintergrund und des Jugendtreffs Track e.V.
Der Pirat wird die Änderungen von SPD, GRÜNE und FDP unter die Lupe nehmen und dann anhand von Sachpolitik seine Haushaltsentscheidung treffen.