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Piraten fordern mehr Kita-Plätze und mehr Anerkennung

Die münsterschen Piraten befürworten die Ad-hoc-Maßnahmen der Verwaltung zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen U3-Betreuungsplatz. Neben den bereits bestehenden baulichen Maßnahmen soll mit mobilen Bauten auf den kurzfristigen Mangel an u3-Kita-Plätzen reagiert werden.

Derzeit liegt die Versorgungsquote in Münster für u3-Kinder bei gerade einmal 34,1%. Um die von der Verwaltung angestrebten 40% zu erreichen, ist es zwingend notwendig, jetzt auf die Bauverzögerungen zu reagieren und schnellstmöglich die fehlenden Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen.

Familiensprecherin und Vorstandsmitglied Sasa Raber stellt klar:
„Politiker auf kommunaler, Landes- und Bundesebene haben es in der Vergangenheit versäumt, sich dem Thema ernsthaft und frühzeitig anzunehmen. Gerade in Münster wird die Nachfrage weit über 50% liegen. Wir Piraten setzen uns für kostenlose Betreuungsangebote von Geburt an ein.“

Ratsmitglied und Bundestagskandidat Pascal Powroznik weist auf weitere Probleme hin:
„Die Kommunen werden zu wenig finanziell entlastet, vor der eigenen Tür möchte man keine Kita haben und der Mangel an Erziehern ist durch die geringe Bezahlung und die überbürokratisierte Ausbildung begründet. Wir müssen diesem Berufsbild und den Menschen dahinter mehr Anerkennung zeigen.“

Für die Piratenpartei genießen Lebensgemeinschaften, in denen Kinder aufwachsen oder schwache Menschen versorgt werden, einen besonderen Schutz. Die Familienpolitik der Piraten ist dadurch bestimmt, dass solche Lebensgemeinschaften als gleichwertig und als vor dem Gesetz gleich angesehen werden. Um die freie Selbstbestimmung eines Lebensentwurfes zu ermöglichen, sind ausreichende Betreuungsangebote für Kinder zu schaffen. Auf die prinzipielle Verfügbarkeit solcher Betreuungsangebote muss es einen Rechtsanspruch von Geburt an geben.