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Geschlechts- und Zeugnisanpassung

Die Piraten in Münster begrüßen das Einlenken der Stadt Münster im Fall von Johanna D. Nach ihrer Geschlechtsanpassung, kann Sie zukünftig bei Bewerbungsverfahren ein Zeugnis mit ihrem weiblichen Namen vorlegen und muss sich nicht mehr ggfls. unangenehmen Fragen stellen.

Die Stadt hatte sich bis vor kurzem geweigert die Änderung an Ihrem Zeugnis durchzuführen und berief sich dabei auf ein Urteil des Oberverwaltungsgericht, nun aber konnten Johanna D. und die Stadt zu einer Einigung kommen. Sie wird bei den nächsten Bewerbungen Zeugnisse mit Ihrem aktuellem Namen einreichen können.

„Die Stadt hat letztlich doch noch bewiesen, dass Sie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung achtet und auch fähig ist Menschlichkeit zu beweisen. Das loben wir ausdrücklich.“ sagt Manuel Clemens, Fachsprecher für LGBT-Themen der Piraten in Münster.

Die Piratenpartei strebt nach einer offenen Gesellschaft, in der sich jeder unabhängig von seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität frei entwickeln und selbstbestimmt leben kann.

1 Kommentar zu “Geschlechts- und Zeugnisanpassung

  1. Ich finde, diese Entscheidung / Einigung ist Sehr Gut! Es handelt sich ja schließlich nicht um eine Änderung des Nachnamens (z.B. durch Heirat), die leicht erklärt ist, sondern um eine gravierende Änderung der Identität einer Person. Und ich kann mir vorstellen, dass kaum jemand nach einer Geschlechtsumwandlung diese Tatsache in der Öffentlichkeit oder vor seinem zukünftigen Chef breittreten will. Die Person macht die Geschlechtsumwandlung ja nicht zum Spaß! Sie will ihre alte Identität ablegen. Und dazu gehört nunmal auch die Anpassung von wichtigen Dokumenten. Alles andere würde meiner Meinung nach eh der Menschenwürde dieser Person widersprechen!

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