Kreisverband Landespolitik

Piraten fordern menschlichkeit von der Stadt Münster im Fall Johanna D.

Piraten in Münster kritisieren das Vorgehen der Stadt Münster bezüglich des Falles einer transsexuellen münsterschen Mitbürgerin, die ihr Schulabschlusszeugnis auf ihren aktuellen, nunmehr weiblichen Vornamen, ändern lassen möchte. Die Mitbürgerin, die früher juristisch betrachtet ein Mann war, lebt seit 2012 auch rechtlich gesehen als Frau und trägt seither auch einen anderen, nämlich weiblichen Vornamen. 
Dass es ihr verwehrt bleibt, ihr Schulzeugnis auf diesen ändern zu lassen, sieht die Piratenpartei Münster als skandalös an. „Die Stadt verweist hierbei auf ein älteres Urteil des OVG Münster, das aber in keinster Weise mit diesem Fall vergleichbar ist.“ erklärt Manuel Clemens, Fachsprecher für LGBT-Themen (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans*) der Piratenpartei Münster. „Die Frau ist durch ihr altes Zeugnis gezwungen bei jeder Bewerbung ihre komplette Vergangenheit bezüglich ihrer Geschlechtsidentität zu offenbaren. Das widerspricht zutiefst dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung und ist auch ansonsten schlichtweg unzumutbar.“ so Clemens weiter.
Die Piratenpartei Münster fordert von der Stadt Münster schnellstmöglich einzulenken und die Zeugnisänderung durchzuführen.
Im Zusammenhang mit dieser Thematik lobt die Piratenpartei Münster den kürzlichen von der Landesregierung vorgestellten Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie. Dieser weist eine gute Richtung für den Umgang mit Homo- und Transsexualität in unserem Land, geht gegen Diskriminierungen vor und ist somit ein Vorbild für andere Bundesländer. „Jetzt bleibt abzuwarten, wie viel die Landesregierung davon umsetzt und wie engagiert das ganze passiert. Das werden wir genau beobachten und kritisch mitverfolgen“ sagt Sebastian Kroos, Vorsitzender der Piraten in Münster.
Die Piratenpartei strebt nach einer offenen Gesellschaft, in der sich jeder unabhängig von seiner sexuellen und/oder geschlechtlichen Identität frei entwickeln und selbstbestimmt leben kann.

3 Kommentare zu “Piraten fordern menschlichkeit von der Stadt Münster im Fall Johanna D.

  1. Nicolai

    „Die Piratenpartei strebt nach einer offenen Gesellschaft, in der sich jeder unabhängig von seiner sexuellen und/oder geschlechtlichen Identität frei entwickeln und selbstbestimmt leben kann.“

    Das hört sich doch super an!

    Hoffentlich ist die Stadt Münster einsichtig.

  2. Johanna D

    Hallo ja nach 1 Verhandlungstag kam es nun dazu das mir die Änderung des Zeugnis zugesichert wurde mehr wird es bald im WDR Radio folgen. Eure Johanna D

Kommentare sind geschlossen.