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Bald ist Schloß, Piraten erleichtert

Bei Diskussionen innerhalb der Piratenpartei und mit Münsteranern stellte sich für die PIRATEN anfangs des Jahres noch ein gemischtes Bild dar, ob der größte Platz Münsters künftig Schloß- oder Hindenburgplatz heissen soll. Bei den Infoständen und Stammtischen der letzen Wochen kristallisierte sich jedoch eine Position immer deutlicher heraus. Einer Rücknahme des Ratsbeschlusses kann nahezu kein Pirat mehr zustimmen.

„Wir haben bei den letzen beiden Infoständen auch die Bürgerinnen und Bürger direkt nach ihrer Meinung gefragt, der weit überwiegende Teil will den Hindenburgplatz nicht zurück“, konstatiert Sebastian Kroos, Vorsitzender der Piraten Münster. Bei der – natürlich nicht repräsentativen – Umfrage gaben 70% an, mit Nein stimmen zu wollen. Allein 40% der Befragten sehen den ehemaligen Reichspräsidenten als Antidemokraten an und sprachen sich deswegen gegen eine fortgesetzte Ehrung aus. Demgegenüber sprachen sich lediglich 4% dafür aus, dem Bürgerbegehren ein „Ja“ zu geben, um Hindenburg auch weiterhin zu ehren.

Mehrfachnennungen möglich, 100% = 51 Befragte

20% der Befragten meinten, Geschichte müsse im Stadtbild präsent bleiben, waren sich aber zum Teil unsicher, ob sie aus diesem Grund dem Bürgerbegehren zustimmen wollen. Immerhin 10% gaben an, dass sie beim Bürgerentscheid mit Ja stimmen wollen, um grundsätzlich ein Zeichen gegen die Umbenennung von Straßen und Plätzen ohne Einbeziehung der Bürger zu setzen.
„Man sollte auch diese kritischen Stimmen, unabhängig vom Wahlausgang, unbedingt ernst nehmen“, warnt der 2. Vorsitzende Marcus Rosenfeld und schlägt vor, künftige, derzeit nicht geplante Umbenennungen durch einen Ratsbürgerentscheid (§ 26 Abs. 1 der Gemeindeordnung NRW) vom Bürger entscheiden zu lassen. So könnten Kosten durch Zusammenlegung mit anderen Wahlgängen minimiert und Bürgerbeteiligung gestärkt werden.