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Ausgepackt? Einpacken, 1Live!

Mit der ersten Folge der neuen Reihe „Ausgepackt“ von 1Live, „Lesbe trifft Homo-Ehe-Gegnerin“ (1), sorgte der Sender für Stirnrunzeln bei den Piraten in Münster.

In dieser Folge des „Experiments“ hatte der Sender eine junge Lesbe und eine fundamentalistische Christin aufeinandertreffen lassen, die die Ansicht vertrat, dass Homosexualität eine „Sünde“ und eine „Krankheit“ sei. Weitere befremdende Aussagen, z.B. über eine angebliche „Heilbarkeit“ von Homosexualität, ließ der Autor unter dem Deckmäntelchen der Fairness unkommentiert stehen.

Erst nachdem viele Kommentare unter dem Video diesen Umstand monierten, fügte man endlich den Hinweis hinzu, dass hier nur die persönlichen Ansichten der Beteiligten widergespiegelt werden sollten und laut Bundesärztekammer Homosexualität aus medizinischer Sicht selbstverständlich keine Krankheit sei und auch nicht der Heilung bedarf.

Dem fügt Johannes Schmanck, Ratsherr der Piraten in Münster, hinzu:

„Dagegen sehe ich große Heilungschancen für jene, die unter Homophobie, also der Abneigung und Feindseligkeit gegen Schwule und Lesben, leiden und frage mich, welche Therapieformen hier denn von den Kassen übernommen werden.“

Daniel Düngel, Direktkandidat der Pirate Münster zur anstehenden Bundestagswahl fügt hinzu:

„Diese Sendung ging nach hinten los. Homophobie und menschenfeindliche Diskriminierung haben nichts mit Meinung zu tun. Und auch hier wird wieder einmal eine Religion dazu missbraucht, anderen vorzuschreiben, wen und wie sie zu lieben haben. Dies entspricht nicht unserem Bild einer offenen und toleranten Gesellschaft. Einpacken, 1Live!“

(1) https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=oAw2nJJTFEQ

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