Provinz-Posse um die Bemalung der Hafenkäserei

Die Piratenpartei Münster bedauert die Entfernung der Graffitimalerei an der Fassade der Hafenkäserei. Statt die Arbeit der beiden Sprayer zu würdigen, wird gegen den Willen der Pächterin gerichtlich gegen die Gestaltung der Fassade vorgegangen.

„Das Gebäude scheint mir doch rein funktional gestaltet! Es löst bei mir nur Kopfschütteln aus, dass man der Ansicht ist, dass hier das Architekten-Urheberrecht greifen soll!“, meint Peter Hemecker, Bezirksvertreter der Piraten in Münster-Ost. „Man sollte sich vielmehr ein Beispiel an einer Entscheidung der BV Münster-Ost nehmen, die den Handorfer Ben Gertz, einen der beiden Sprayer, erst vor kurzem damit beauftragt hat, ein schlichtes Wartehäuschen in Mariendorf farblich neu zu gestalten. „Die Unterstützung junger Münsteraner Nachwuchskünstler sollte eigentlich wichtiger sein, als das Fördern kalter und seelenloser Prestigeobjekte, wie man es in Münster nur allzu gerne betreibt“, ergänzt Felix Wöstmann, Vorsitzender der Piraten Münster.

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