Die Skepsis der Münsteraner Stadtverwaltung gegenüber dem Freifunk stößt angesichts ihres Anspruchs, Münster zu einem Vorreiter in Sachen WLAN machen zu wollen, bei den Piraten Münster auf Unverständnis. 
Nachdem Münster in den letzten Wochen viel über Freifunk gelernt hat, ist die Stadtverwaltung immer noch skeptisch, ob dieses Modell unterstützt werden kann.
Sebastian Kroos, Vorsitzender der Piraten in Münster, äußert Unverständnis, werden doch die Freifunker in anderen Städten von öffentlichen Einrichtungen ohne Bedenken gefördert. So unterstützen zum Beispiel Arnsberg, Weimar und Rothenburg mit Geld, Standorten oder Werbung das von Bürgern für Bürger betriebene Netz:
Sebastian Kroos Foto von katrinhesse.com„Wenn sogar die Medienanstalt Berlin Brandenburg Freifunk mit Rundfunkbeiträgen beim Aufbau hilft, warum sieht die Stadt Münster dann immer noch rechtliche Probleme?“
Trotz der merkwürdigen Skepsis scheint die Aktion muenster.freifunk.net jedoch von den Bürgern gut angenommen zu werden.
„Wir würden es deutlich lieber sehen, wenn die Stadt ihr weltoffenes Image durch den Freifunk unterstützen und leben würde, als mit kommerziellen Anbietern teure Verträge abzuschließen“, ergänzt Sebastian Kroos angesichts der Berichte über Gespräche der Verwaltung mit der Telekom.
Update:
Auch in Hückeswagen und Neukirchen wird das Freifunkprojekt von städtischer Seite unterstützt.

2 Kommentare

  1. 1

    Das mit Rothenburg stimmt so nicht ganz.
    Es ist aktuell „lediglich“ der Stadtmarketing Rothenburg e.V. der uns werblich und finanziell wirklich tatkräftig und effektvoll unterstützt.

    Die Stadt selbst hat zwar bereits Unterstützug zugesagt, jedoch bedarf dies zunächst der Prüfung durch den Bayerischen Städtetag. Diese Prüfung läuft noch.

  2. Danke für den Hinweis! :)